Malerei
Eins ist ungerade. - Ölfarbe auf Leinwand
Eigentlich mag ich die schmierige Konsistenz von Öl- oder Acrylfarben nicht. Ich komme mir beim Malen immer wie ein Anstreicher vor, der eine Fläche möglichst dicht mit einer schützenden Schicht versehen muss.
Trotzdem greife ich von Zeit zu Zeit zu Farbe und Pinsel, um die eine oder andere Idee darzustellen. Allerdings bewege ich mich dann, im Gegensatz zur Zeichnung, in der Welt der abstrakten Vorstellungen. Meine Malerei soll nicht den Gegenstand zeigen, sondern im Kopf des "Sehers" genau das auslösen, was auch ein guter Roman tut. Nämlich den Betrachter zum Sehen mit dem inneren Auge anregen.
Die Titel der Bilder sind manchmal Denkhilfen, manchmal führen sie den Betrachter aber auch bewusst auf eine falsche Fährte.
Wie Francis Picabia 1922 sagte :
"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann."
Kreuzigung - Ölfarbe auf LeinwandWer sagt, dass Ikonen langweilig sind? In Recklinghausen gibt es ein Museum mit einer weltweit bedeutenden Sammlung dieser sakralen Kunstform. Nun bin ich kein Kirchenmann, und es hat mich wirklich nicht viel in dieses Museum gezogen. Aber als Kunstfreund muss man einfach mal in diesem bedeutensten Ikonen-Haus der westlichen Welt gewesen sein. So habe ich 2010 zum ersten Mal die Schwelle übertreten und war von der Fülle der Darstellungsmöglichkeiten und dem Reichtum der Ideenfindung innerhalb engster religiöser und gestalterischer Grenzen beeindruckt.
Diese Erfahrung hat mich animiert, meine eigene Umsetzung religiöser Themen zu realisieren. Wie gesagt, bin ich kein Kirchenmann. Aber die Thematik spiritueller Erfahrung reizt dennoch ungemein.
Olaf Manke - Bücher, Motorrad, Kunst und mehr
